Vater der Liebe

Das Spiegelprinzip - Kapitel 24 - Den Drachen im Meer töten

veröffentlicht Dez 03, 2023 in Die Liebe Gottes
Übersetzt von Franziska Bunkus, editiert von Jutta Deichsel
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Kapitel 24 - Den Drachen im Meer töten

Unser nächstes Ziel ist die Durchquerung des Roten Meeres. Wie wir bereits erwähnt haben, wurde Gott, als Israels Flucht vollendet und alle ägyptischen Soldaten ertrunken waren, als Kriegsgott gerühmt.

Der HERR ist ein Kriegsmann, HERR ist Sein Name. Die Streitwagen des Pharao und seine Heeresmacht warf Er ins Meer; seine auserlesenen Wagenkämpfer sind im Schilfmeer versunken! Die Tiefe hat sie bedeckt; sie sanken auf den Grund wie ein Stein. (2.Mose 15,3-5 Schlachter)

Doch Jesus wird uns nicht als Kriegsmann offenbart, sondern als Fürst des Friedens: heilig, friedfertig und unbefleckt (Jesaja 9,6; Hebräer 7,26). Wieder einmal haben wir es mit einem Konflikt zwischen der Offenbarung Gottes in Jesus Christus und dem einfachen Lesen dieser berühmten Geschichte zu tun. Der Spiegel fordert uns erneut auf, tiefer zu forschen, um eine Harmonie zwischen den beiden Testamenten zu finden.

Wenn wir diese Geschichte mit unserer natürlichen Decke vor Augen betrachten, erscheint sie uns ziemlich einfach.

… und die Israeliten konnten trockenen Fußes mitten durchs Meer ziehen. Links und rechts von ihnen türmten sich die Wassermassen wie Mauern auf. Die Ägypter jagten den Israeliten nach. Mit allen Streitwagen, Pferden und Reitern stürmten sie ins Meer hinein. Kurz vor Tagesanbruch blickte der HERR aus der Wolken- und Feuersäule auf das ägyptische Heer hinab und stiftete Verwirrung in ihren Reihen. Er ließ die Räder ihrer Streitwagen abspringen, so dass sie nur mühsam vorankamen.

»Der HERR steht auf der Seite der Israeliten«, riefen die Ägypter, »Er kämpft gegen uns! Kehrt um! Flieht!«

Da sprach der HERR zu Mose: »Streck deine Hand noch einmal über das Meer aus, damit das Wasser zurückkehrt und die Wagen und Reiter der Ägypter überflutet!« Mose gehorchte: Bei Tagesanbruch streckte er seine Hand über das Meer aus. Da strömte das Wasser wieder zurück, den fliehenden Ägyptern entgegen.

So trieb der HERR die Ägypter mitten ins Meer hinein. Die Wassermassen flossen zurück und überfluteten die Streitwagen und Reiter des Pharaos, die den Israeliten ins Meer hinein gefolgt waren. Kein einziger Ägypter blieb am Leben! (2.Mose 14,22-28 HFA)

Es fühlt sich nach einem zufriedenstellenden Ausgang an, wenn der Erzfeind von Gottes Volk vollständig ausgelöscht wird. Es scheint offensichtlich, dass Gott eingriff und Seine Macht einsetzte, um Seine Feinde zu ertränken.

Und Ich will das Herz des Pharao verstocken (verhärten), dass er ihnen nachjagt, und Ich will Mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen; und die Ägypter sollen erkennen, dass Ich der HERR bin! Und sie machten es so. (2.Mose 14,4 Schlachter)

Gott erklärte, dass Er sich am Pharao verherrlichen würde. Gehen wir davon aus, dass Gottes Verherrlichung darin besteht, Menschen zu ertränken? Zeigt sich Gottes Verherrlichung in Leichen, die am Strand verstreut liegen? Es wäre naheliegend anzunehmen, dass Gott Seine Liebe und Fürsorge zeigt, indem Er diejenigen tötet, die Seine Kinder töten wollen. Und für die meisten Menschen macht das auch absolut Sinn. Aber wir erinnern uns daran, dass Gottes Gedanken nicht unsere Gedanken sind. Wir schauen zu Jesus und sehen, dass Er nie jemanden ertränkt hat. Es wird also Zeit, unsere Werkzeuge in die Hand zu nehmen und nach einer Lösung zu suchen, wie diese Geschichte vom Durchzug durch das Rote Meer mit dem Charakter Jesu in Einklang gebracht werden kann.

Einige von uns mögen sich dagegen sträuben, weiter forschen zu wollen, weil es sich richtig anfühlt, dass der Pharao für seine Verbrechen an Gottes auserwähltem Volk bestraft wird. Unser natürliches Gerechtigkeitsempfinden ist irritiert von der Möglichkeit, dass hinter dieser Geschichte mehr steckt als die Tatsache, dass Gott eine Horde böser Soldaten und ihre törichten Anführer mit eigener Hand ertränkte, weil sie Sklaven verfolgten, die sie allein schon wegen der Plagen längst hätten ziehen lassen müssen.

Doch die Bibel selbst will, dass wir uns diese Geschichte anschauen. Woher wissen wir das? Weil diese Geschichte reich an Bildern ist, die mit vielen anderen Bibelstellen in Verbindung stehen, und weil diese weiteren Verse das Geschehen näher beschreiben. Solche Verbindungen sind wichtig, weil diese Geschichte, wie alle Geschichten im Alten Testament, zum Nutzen derer geschrieben ist, die in der Endzeit leben.

Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist. (1.Korinther 10,11 Schlachter)

Die Bibel verwendet das Bild vom Tod des Pharaos im Roten Meer als Illustration dafür, wie Satan selbst einmal zugrunde gehen wird.

… darum spricht GOTT, der Herr, so: Weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleichgestellt hast, darum, siehe, will Ich Fremde über dich bringen, die Gewalttätigsten der Völker; die sollen ihre Schwerter gegen die Pracht deiner Weisheit zücken und deinen Glanz entweihen. In die Grube werden sie dich hinabstoßen, und du wirst den Tod eines Erschlagenen sterben mitten im Meer! (Hesekiel 28,6-8 Schlachter)

Hesekiel verwendet den König von Tyrus als Beispiel für das Wirken Satans. Am Anfang des Kapitels schreibt er, dass dieses Wesen weiser ist als Daniel, und später heißt es, dass es im Garten Eden war. Im folgenden Kapitel verwendet Hesekiel das gleiche Prinzip, indem er von Pharao spricht.

Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen den Pharao, den König von Ägypten, und weissage gegen ihn und gegen ganz Ägypten. Rede und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, Ich will an dich, Pharao, du König von Ägypten, du großer Drache, der in seinem Strom liegt und spricht: »Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht!« (Hesekiel 29,2.3 Luther)

Der große Drache ist ein Symbol für Satan, der aus dem Himmel vertrieben wurde.

Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (Offenbarung 12,9 Schlachter)

Es gibt also eine offensichtliche Verbindung zwischen Satan und Pharao, nicht nur weil Pharao Böses getan hat, sondern weil seine Handlungen Satans Person so stark widerspiegeln, dass Pharao mit Satan identifiziert wird.

Lasst uns nun diese Geschichte untersuchen. Wir stellen zuerst fest, dass es ein interessanter Ort ist, an dem Gott die Israeliten durch das Rote Meer führte.

Sage den Kindern Israels, dass sie umkehren und sich vor Pi-Hachirot lagern, zwischen Migdol und dem Meer; gerade gegenüber von Baal-Zephon sollt ihr euch am Meer lagern! (2.Mose 14,2 Schlachter)

Gesenius weist darauf hin, dass der Name Pi-Hachirot, der Ort, an dem die Israeliten vor der Überquerung lagerten, „Mund der Höhle“ bedeutet. Die Strong’s Konkordanz erwähnt Mund der Schluchten und Josephus vereinfacht das mit folgendem Bericht:

Als die Ägypter die Hebräer eingeholt hatten, bereiteten sie sich darauf vor, gegen sie zu kämpfen. Aufgrund ihrer Vielzahl zwangen sie sie an einen engen Ort. Denn die Anzahl derer, die sie verfolgten, betrug sechshundert Wagen, fünfzigtausend Reiter und zweihunderttausend Fußsoldaten, alle bewaffnet. Sie besetzten auch die Pässe, durch die die Hebräer möglicherweise fliehen könnten, indem sie sie zwischen unzugänglichen Abhängen und dem Meer einschlossen. Denn auf jeder Seite gab es Gebirgszüge, die am Meer endeten und aufgrund ihrer Rauheit unpassierbar waren und die Flucht versperrten. Daher drängten sie die Hebräer dort mit ihrer Armee, wo die Berge mit dem Meer verschlossen waren. Diese Armee positionierten sie an den Engstellen der Berge, um ihnen jeden Durchgang in die Ebene zu verwehren. Flavius Josephus - Jüdische Altertümer, Buch 2, Kapitel 15

Es ist offensichtlich, dass die Israeliten zwischen zwei Gebirgszügen in Richtung Meer zogen. Es schien unmöglich für sie zu entkommen.

Das Wort Migdol bedeutet „Turm“ oder „Festung“ und deutet auf einen befestigten Außenposten Ägyptens zum Schutz des Volkes hin. Baal-Zephon war eine ägyptische Stadt, die wie folgt definiert ist:

Baal-Zephon (Hebräisch: בַּעַל צְפֹן‎ Baʿal Ṣəfōn; Akkadian: Bēl Ḫazi (dIM ḪUR.SAG); Ugaritisch: baʿlu ṣapāni; Hurrian: Tešub Ḫalbağe;[1] Ägyptisch: bꜥr ḏꜣpwnꜣ), war die Form des kanaanitischen Sturmgottes Baʿal (wörtlich: „Der Herr“) in seiner Rolle als Herr des Berges Zephon;[1][n 1] wird er in den ugaritischen Texten als Hadad bezeichnet.[6][7] Aufgrund der Bedeutung und der Lage des Berges wurde er im Hebräischen zum Synonym für „Norden“;[8] der Name wird daher manchmal als Herr des Nordens übersetzt.[n 2] Er wurde mit dem griechischen Gott Zeus in seiner Form Zeus Kasios und später mit dem römischen Jupiter Cassius gleichgesetzt.[1]

Sowohl Gesenius als auch die Strong‘s Konkordanz weisen darauf hin, dass Baal-Zephon die ägyptische Form von Typhon, dem Verderber, dem Baal oder Herrn des Winters ist.

Im Tyndale's Bible Dictionary heißt es, dass der Gott Baal-Zephon in ugaritischen, ägyptischen und phönizischen Schriften als Meeres- und Sturmgott erwähnt wird.

Sage den Kindern Israels, dass sie umkehren und sich vor Pi-Hachirot lagern, zwischen Migdol und dem Meer; gerade gegenüber von Baal-Zephon sollt ihr euch am Meer lagern! (2.Mose 14,2 Schlachter)

Wenn man den hebräischen Text wörtlich liest, liegt die Vermutung nahe, dass Baal-Zephon jenseits des Meeres auf der anderen Seite bzw. gegenüber dem Meer lag, also am anderen Ufer.

Der Pharao wird als Drache bezeichnet oder in anderen Übersetzungen als Krokodil, das mitten in seinen Strömen liegt. Die Kinder Israel scheinen von den Göttern des Pharaos eingeschlossen zu sein. Baal-Zephon, der Gott des Donners, der Stürme und der Blitze, kommt dem Pharao zu Hilfe, sodass Israel am Meer in der Falle sitzt. Der Gott des Meeres scheint mit dem Pharao verbündet zu sein, um ihm zu helfen, seine Beute zurückzuerobern.

Aber wie wir bei den Plagen in Ägypten gesehen haben, weist Gott Mose durch den Gebrauch des Stabes an, den Zorn der Götter Ägyptens auf die Ägypter selbst zu lenken. Der Herr sagte kurz vor dem Passah zu Mose:

… An allen Göttern Ägyptens werde Ich Mein Gericht vollstrecken, Ich, der HERR. (2.Mose 12,12 GN)

An dieser Stelle ist es wichtig zu erkennen, wie Gott das Gericht über diejenigen bringt, die sich Ihm widersetzen. Das ist der beste Zeitpunkt, um ein zehntes Werkzeug in unseren Werkzeugkasten aufzunehmen. Wir werden es „Gottes Gericht“ nennen.

Der HERR hat sich zu erkennen gegeben, hat Gericht gehalten; der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände! (Saitenspiel — Sela.) (Psalm 9,17 Schlachter)

Das Unheil, das er anderen bereitet hat, trifft ihn schließlich selbst; er wird zum Opfer seiner eigenen Bosheit. (Psalm 7,17 HFA)

… Ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen … (2.Mose 20,5 Schlachter)

Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. (Galater 6,7 Schlachter)

Denn so wie ihr jetzt andere richtet, werdet auch ihr gerichtet werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden. (Matthäus 7,2 HFA)

Im Norden Ägyptens[2]  gab es mindestens drei Heiligtümer, die dem Baal-Zephon geweiht waren.  Es war eine von den Ägyptern verehrte Gottheit. Als Mose seinen Stab erheben sollte, teilte sich das Wasser und zerschmetterte somit die Macht von Baal-Zephon. Der Psalmist erklärt:

Du hast mit Deiner Macht das Meer gespalten und den Seedrachen die Schädel zerschmettert. Ja, Du hast dem Seeungeheuer die Köpfe abgehauen und es den Wüstentieren zum Fraß vorgeworfen. (Psalm 74,13.14 HFA)

Israel überquerte den Meeresboden trockenen Fußes und kam sicher auf der anderen Seite an. Was dann passiert ist faszinierend. Wir erinnern uns, dass Baal-Zephon ein Sturmgott ist, der mit Zeus, dem Gott der Blitze und Donner, identifiziert wird. Lesen wir, was Josephus über dieses Ereignis berichtet.

Sobald also das gesamte ägyptische Heer darin war, floss das Meer wieder an seinen Platz und kam mit einem durch Sturmwinde verursachten Strom herunter und umgab die Ägypter. Es regnete auch aus dem Himmel, und schreckliches Donnern und Blitze mit Feuererscheinungen. Donnerkeile wurden ebenfalls auf sie geschleudert. Es gab nichts, was von Gott als Anzeichen seines Zorns auf die Menschen gesandt wurde, was zu dieser Zeit nicht geschah, denn eine dunkle und düstere Nacht lastete auf ihnen. Und so kamen all diese Männer um, sodass nicht ein Einziger übrig blieb, um diese Katastrophe den übrigen Ägyptern zu verkünden. Flavius Josephus - Jüdische Altertümer, Buch 2, Kapitel 16

Gerade die Falle, die der Pharao für die Gefangennahme der Israeliten vorgesehen hatte, wendet sich nun gegen ihn; sein ganzes Heer wird von schrecklichen Donnern und Blitzen mit Feuererscheinungen heimgesucht. Das Seeungeheuer, das von Moses Stab zerschmettert worden war, wendet sich nun gegen seinen Herrn, den Pharao, und vernichtet ihn.

Baal-Zephon erholt sich offenbar davon, von den Israeliten zurückgetrieben worden zu sein, die Wasser brechen hervor, und Pharao, der Drache des Stromes, wird vom Seeungeheuer erschlagen. Dem Drachen Pharao, einem Abbild Satans, wird also inmitten des Meeres der Kopf zerschmettert.

Der Herr bahnte einen Weg durch das Seeungeheuer, um Sein Volk zu retten. Die Engel Gottes hielten das Ungeheuer in Schach, aber als Pharao das Wasser betritt, beschädigt die Rebellion in seiner Seele die Umwelt, und die ganze Natur befindet sich im Krieg mit ihm. Gott hält die zerstörerischen Kräfte nicht davon ab, über ihn hereinzubrechen.

Josephus drückt es folgendermaßen aus:

... die Ägypter waren sich nicht bewusst, dass sie einen Weg betraten, der für die Hebräer gemacht wurde, und nicht für andere; dass dieser Weg für die Rettung derer gemacht wurde, die in Gefahr waren, aber nicht für diejenigen, die ihn nutzen wollten, um anderen Schaden zuzufügen. Flavius Josephus - Jüdische Altertümer, Buch 2, Kapitel 16

Wir erinnern uns, dass Gott Elemente zurückhielt, die als Verbündete des Pharaos galten. Wenn Pharao der Drache des Stromes war, sollte er dann nicht in der Lage sein, das Schlangenungeheuer im Meer zu bändigen?

Hinzu kommt der Aspekt des Glaubens. Mose und die Israeliten konnten nur durch Glauben durch das Wasser gehen.

Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch das Trockene, während die Ägypter ertranken, als sie das versuchten. (Hebräer 11,29 Schlachter)

Der Weg durch das Meer war ein Weg des Glaubens. Da der Pharao und die Soldaten keinen Glauben hatten, konnte der Weg für sie unmöglich offen bleiben.

Im Alten Bund vernichtet Gott den Pharao, aber im Neuen Bund erlaubt Gott dem Pharao, sich selbst zu vernichten. Das ägyptische Volk hatte sich vor Mose in Ägypten gefürchtet, und Gott ließ zu, dass die ägyptischen Soldaten bekamen, was sie fürchteten.

… Lasst uns vor Israel fliehen, denn der HERR kämpft für sie gegen die Ägypter! (2.Mose 14,25 Schlachter)

Im Neuen Bund sehen wir, wie die Schutzmauer um Pharao verschwindet und er die Folgen seiner Entscheidungen zu tragen hat. Die Projektion der Ereignisse auf Gott sehen wir in den folgenden Versen:

Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, damit die Wasser wieder zurückfluten über die Ägypter, über ihre Streitwagen und über ihre Reiter! (2.Mose 14,26 Schlachter)

Ohne den Charakter Jesu hat man das starke Gefühl, dass die Ägypter von Gott persönlich getötet wurden. All unsere Werkzeuge schienen bei dieser Geschichte zu schwach zu sein. Sollten wir hier aufhören und einfach glauben, dass Gott die Ägypter ertränkt hat? Was würde das für das Zeugnis Jesu bedeuten? Es macht Ihn zu einem Lügner. Er wäre nicht die vollständige Offenbarung des Vaters, wenn das der Fall wäre.

Es gibt plausible Argumente für ein alternatives Verständnis dieser Geschichte, aber wir müssen tiefer graben. Die Geschichte vom Durchzug durch das Rote Meer verbindet uns mit der Schöpfungswoche und den letzten Ereignissen rund um die Vernichtung Satans. Wir müssen diese Ereignisse untersuchen, um mehr Licht in diese Geschichte zu bringen.

 

 

Wir werden die weiteren Kapitel dieses Buches nach und nach veröffentlichen, sobald sie fertig übersetzt sind.

Das englische Original: Mirror Principle

Anmerkung: 

Der Autor Adrian Ebens hat in seinem neuen Buch „Das Spiegelprinzip“ (Mirror Principle) vorwiegend die englische Bibelübersetzung „New Living Translation (NLT)“ benutzt. Um dem in unserer deutschen Übersetzung zu entsprechen, haben wir vorwiegend aus den deutschen Bibelübersetzungen „Hoffnung für Alle“ und aus der „Gute Nachricht Bibel 2018“ zitiert, und auch einige andere Bibelübersetzungen benutzt. Die jeweils benutzte Version ist immer hinter der Bibelvers-Angabe angeführt.

Abkürzungen:

HFA – Hoffnung für Alle

GN – Gute Nachricht Bibel 2018

Schlachter – Schlachter 2000

 


[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Baal-zephon

[2] https://www.bible.ca/archeology/bible-archeology-exodus-route-baal-zephon.htm